Teilnehmer aus MV beim 3-Länder-Giro in Tirol dabei

Neben Herausforderungen an besonders langen Rennen (wir berichteten) scheuen die Mecklenburger Pedaleure der BSG grundsätzlich auch die Höhe nicht.

Erst am 30.06.2019 stellten sich 5 unserer Sportler der Herausforderung beim 3-Länder-Giro, einem der größten Breitensport-Radrennen Europas im Dreieck Italiens, Österreichs und der Schweiz, teilzunehmen. Hierbei ging es übers Stilfser Joch (ital. Passo dello Stelvio, einem Gebirgspass in den Ortler Alpen)  mit 2757 m Höhe und maximal 15 % Steigung über 28 km auch über den Umbrailpass (ital. Giogo di Santa Maria, auf der Grenze zwischen Italien und der Schweiz) auf 2501 m Höhe.

2019 06 30StilfserJoch klein

Mit Roland Josch konnte sich ein AOK-Sportler besonders behaupten und sich im Feld der Starter mit Platz 49 weit vorn platzieren.  

Wenn dieser Tage ein Tipp für die Sportsfreunde gegeben werden kann welcher gute Erholung garantiert: Mal nichts tun und die Tour de France im TV verfolgen !

 

 2019 06 30Team klein  2019 06 30StilfserJochAbfahrt klein
 2019 06 30Kirchturm See klein  2019 06 30Maik klein

 

 

Drucken E-Mail

Nach der MSR ist vor der MSR

20190525 Fav Stensen MSR Plan klein

Am 24./25.05. war es endlich wieder soweit. Bereits zum 6. Mal fand die Mecklenburger Seenrunde in und nach Neubrandenburg statt. Die MSR 2019 war ganz sicher die dankbarste der bisher 6 absolvierten. Während wir uns und unseren Namenspatronaten, die AOK Nordost, bei den 5 vorhergehenden Jahren als geschlossenes Team präsentierten, haben wir uns bei dieser Tour mit der Erfahrung unserer Teilnehmer in den Dienst der Veranstaltung, einer Vielzahl einzelner dankbarer Teilnehmer und des Radsports insgesamt gestellt.

Dabei stellte sich das BSG-Radteam, zu einem großen Teil angeführt von Stefan Nimke und Maximilian Levy, der in diesem Jahr sein Debüt auf der 300 km Runde gab, als Guides in 4 Gruppen zur Verfügung. Mit 30, 28, 25, und 22 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit wollten die Gruppen nach nonstop 300 km in den Beinen sicher ins Ziel gebracht werden. Alle Guides haben damit in diesem Jahr auf ihren eigenen sportlichen Anspruch zu Gunsten der ganzen Gruppe verzichtet. Vielmehr haben sie stattdessen versucht die Gruppe immer wieder zusammen zu halten, für konstantes und kräfteschonendes Tempo fürs ganze Team gesorgt und immer wieder schwächeren Teilnehmern „das Hinterrad angeboten„. Eine Aufgabe die letztlich gelang und sehr viel Zuspruch, verbunden mit viel Dank an die Guides, erhielt.

20190524 Fav Guides DankFacebook klein

 

Erinnern wir uns an eine weitere „verrückte“ Herausforderung, über welche wir an dieser Stelle schon berichteten. Da war ja noch die Challenge 17 motivierte (Vor-) Abiturienten der Niels-Stensen-Schule in Schwerin erstmals und möglichst geschlossen die MSR finishen zu lassen. Eine Herausforderung in die sowohl der Lehrer als auch seine engagierten Schützlinge in den Monaten zuvor bereits viel Schweiß und Tränen gesteckt hatten. Trotzdem bestanden bei uns Guides nach den letzten gemeinsamen Trainingsausfahrten (immerhin noch zwei Mal mehr als 150 km allein im Mai) erhebliche Zweifel ob wir gemeinsam nicht doch zu positiv – um den Begriff blauäugig zu vermeiden - gedacht hatten.

Gemeinsames Treffen zum Start noch weit vor 05:00 Uhr morgens im Kulturpark. Letzte Taktikbesprechungen, Hinweise zu sehr kurzen Stopps in den Depots um Auskühlung an dem doch recht frischen Wochenende zu vermeiden und hoch motivierte Jugendliche, welche den besorgten Daheimgebliebenen versprochen hatten per Live-Standort immer wieder über den aktuellen Standort und damit Fortgang zu berichten.

Aber was die Jugendlichen dann ablieferten war einfach erstaunlich und absolut bemerkenswert.

Auch Dank der Beharrlichkeit von Paul Zehe und den Guides, welche die Schüler immer wieder motivierten und an sie glaubten und unterstützten, haben diese am 25.05.2019, einem ab jetzt historischem Datum für ihre Schule, als erste gemeinsam die MSR 300 erfolgreich absolviert. Letztlich musste nur Technikausfällen und kleineren Zwischenfällen, welche jedoch die Aufmerksamkeit aller erhöhten, Tribut gezollt werden.

Ein Erfolg mit ganz sicher vielen kleinen Episoden von denen sie sicher noch die nächsten Jahre berichten und zehren können. Von langen Trainingsausfahrten Einzelner an noch recht kühlem Morgen in kurzem Trikot, welchen Mitschüler auf besorgte Nachfrage von uns wie folgt kommentierten: „Das ist unser Austauschüler; der kommt aus Alaska. Der friert nicht“ (Anm.: wir haben ihn dann doch zu einer zweiten Schicht Sportfaser motiviert bekommen). Bis zu Mitfahrern, die buchstäblich mit den letzten Reserven ins Ziel rollten und nach dem verdienten „Siegerfoto“ erstmal vom medizinischen Dienst „aufgepäppelt“ werden mussten bis der Kreislauf wieder stabil genug zum gemeinsamen Weiterfeiern war.

20190525 Stensen imZiel mitGuides klein

 

Aber nicht nur auf den 300 km waren wir mit unseren AOK Radsportlern präsent. Einen ganz starken Auftritt hatte auch unser Frauenteam, welches auf der Strecke bis ins Ziel sehr präsent war. Nicht ohne Stolz erklärte auch unser BSG-Mitglied und designierter Vorstand unserer AOK Nordost, Frau Daniela Teichert: Wir leben Gesundheit und reden nicht nur darüber. Eine Einstellung die auch bei den Partnern, Teilnehmern und Besuchern ankommt und für uns Programm ist.

Immer mehr Frauen konnten sich in den letzten Jahren für die 90km lange Frauenrunde begeistern. Denn hier zählt das Erlebnis und nicht das Ergebnis. Die AOK war mit ca. 15 Mitstreiterinnen zahlreich vertreten. Dieses Jahr ist die Tour gefühlt wie im Fluge vergangen, berichteten die Frauen. Und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Es ist uns diesmal mehr gelungen als Gruppe wahrgenommen zu werden. Die AOK fiel auch gerade durch die Frauen positiv auf. Mit dazu beigetragen hat sicherlich die sichtbare Freude an der Tour und die gute Stimmung, die mitgeführte musikalische Umrahmung (Bluetooth-Lautsprecher im Fahrradkorb und entsprechende Power-Playlists) und natürlich unser Outfit, welches einen hohen Wiedererkennungswert hatte. Die gemeinsame Zieleinfahrt war ein gelungener Abschluss dieser wundervollen Tour. Auch Frau Teichert hat allen widergespiegelt, dass sie sich gut im Team aufgehoben fühlte und sich bereits auf das nächste Jahr freut.

20190525 Fav Frauenteam alle klein

 

 

Ein Dank geht auch von den Damen noch mal speziell an alle Organisatoren dieses Events, welche dieses Erlebnis erst möglich machten.

Ein Dank dem sich alle Teilnehmer, alle Gruppen, nur zu gern anschließen. Und damit heißt es am Ende wieder:


See you (again) next year!

Drucken E-Mail

MSR macht Schule

Und heute gibt es wieder News zu unserem zuletzt vorgestellten Projekt zusammen mit der Niels-Stensen-Schule in Schwerin.

Zur letzten Attacke vor dem Start der MSR blies Lehrer Paul Zehe nach einer ersten erfolgreich absolvierten 150-km-Ausfahrt am 05.05. erneut am 13.05. zu einem über die Schule organisierten Projekttag mit gleicher Zieldistanz. Das Wetter zeigte sich jeweils noch recht frisch und vorübergehend gab es ordentlich Wind; am Projekttag dafür aber auch ordentlich Sonnenschein.
Seine Schüler sowie unsere als Guides vorgesehenen AOK-Radsportler Doris Holz, Jens Look und Rene Hartke sowie Stefan Nimke und Michael Kruse, bekannter Triathlet und Extremsportler aus Schwerin, folgten ebenfalls seinem Ruf. Ihre Aufgabe unterwegs bestand darin das Feld zu beobachten und Hinweise an die Jugendlichen zur optimalen Vorbereitung zu geben. Seien es Tipps zu Ernährung, Technik, Bekleidung oder individuelle psychologische Strategien zur Erreichung des ambitionierten Ziels.
Bei den insgesamt 150 km in großer Runde um Schwerin ging es in 2-er Formation dann auch bereits ganz ordentlich voran. Die Schüler trainierten auf den vor dem MSR-Termin liegenden Ausfahrten neben dem Ausbau der konditionellen Grundlagen auch den Umgang mit Problemen und Unterbrechungen (bei der ersten richtig langen Ausfahrt allein 3 mal Schlauch wechseln; klappte zuletzt binnen 5 Minuten) und die beim Fahren im Feld so wichtigen Handzeichen. Zudem das Energie schonende Wechseln, wobei in Zweierreihe immer alle paar Minuten die vordersten „im Wind“ fahrenden Fahrer nach hinten durchwechseln um sich am Ende dem Feld wieder anzuschließen und dort etwas ausruhen zu können.

Pünktlich zum letzten Termin waren auch bereits die extra für die MSR bestellten Trikots der Klasse eingetroffen in denen die Jugendlichen eine richtig gute Figur machten.  Damit stellten Sie sich nicht nur optisch dem Allgemeinbild ihrer Altersklasse, der vermeintlich zumeist vor Computer oder Smartphones hockenden Kellerkinder, entgegen.
Es wird sicher nicht einfach am 25.05.2019 die 300 km nonstop auf dem Rad zu absolvieren. Sich allein aber dieser Herausforderung zu stellen ist schon der erste Sieg auf dem Weg zum Erfolg. Vielleicht wird es auch eine wichtige Erfahrung fürs Leben, sich Ziele zu setzen um diese dann mit Ehrgeiz und Zielstrebigkeit auch zu erreichen.

Außer einem Materialdefekt zu Beginn und am Ende der Trainingstour haben alle Schüler diese erfolgreich absolviert. In den letzten beiden verbleibenden Wochen vor der MSR heißt es nun Material checken und noch den letzten Feinschliff aus der Abstimmung von Material und Fahrer/in holen. Den wichtigsten Hinweis zum Abschied gab es noch von „Altmeister“ Stefan Nimke;  darauf zu achten nicht krank zu werden. Dann hieß es für die Teilnehmer/innen „ab nach Hause, duschen und warm halten„.

Bleibt uns nur mit den Worten der großen Schwester der MSR aus Schweden, der Vaetternrundan, zu enden: 

                                     „See you in Neubrandenburg“

 

 

 

Drucken E-Mail